Vortragsreihe zur Geschichte des Hohenasperg

Zur Einstimmung auf die Eröffnung des neuen Museums im Arsenalbau der Festungsanlage Hohenasperg am Wochenende 16.-18. Juli 2010 präsentierte der Förderverein Hohenasperg e.V. und die Stadt Asperg zwei Themenabende:

Der erste Abend fand am 10. Mai 2010 statt. "Der Hohenasperg als Filialanstalt des Ludwigsburger Zuchthauses" war das Thema, dem sich Dr. Erich Viehöfer, Leiter des Strafvollzugsmuseums Ludwigsburg in einem Vortrag widmete

Themenabend am 10. Mai 2010 Links Herr Dr. Erich Viehöfer
Hohenasperg - Historische Postkarte Hohenasperg - Historische Postkarte

Am 1. April des Jahres 1883 begann mit dem Abmarsch des 3. Bataillons 122 nach Ludwigsburg eine neue Epoche auf dem Hohenasperg. Nach dem Auszug des Militärs diente der Hohenasperg nun ausschließlich dem Strafvollzug. Teilweise erfolgte der Strafvollzug in der traditionsreichen Form der Festungsstrafe, teilweise in neuartigen Abteilungen für körperlich oder geistig erkrankte Strafgefangene, die  - in weiter entwickelter Form – auch noch heute, mehr als 120 Jahre danach, bestehen. Diese Periode der Geschichte des Hohenasperg ist in der Forschung bisher stiefmütterlich behandelt worden. Anhand schriftlicher Quellen, aber auch mit Bildmaterial, wurden die 62 Jahre des Hohenaspergs vorgestellt, als die Festung „Filialstrafanstalt“ des Ludwigsburger Gefängnisses war und mit den neuen Abteilungen eine Vorreiterrolle im Deutschen Reich spielte. Auch das dunkle Kapitel der nationalsozialistischen Ära wurde bei dem Vortrag nicht ausgespart. Die Tuberkuloseabteilung und der damit zusammen hängende Gefangenenfriedhof spielen dabei eine zentrale Rolle.

Der zweite Themenabend fand am Montag, 7. Juni 2010 statt. Privatdozent Dr. Wolfgang Ranke sprach über seine Schrift „Schiller, Schubart und der Hohenasperg“ - Spuren 86 der Deutschen Schillergesellschaft Marbach am Neckar. Staatsschauspieler Wolfgang Höper rezitierte dazu Schubarttexte.

Themenabend am 7. Juni 2010 Themenabend am 7. Juni 2010